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Das Jugendsinfonieorchester der Tonhalle ist gut in Israel angekommen !


Mittwoch 14. 10.  15 Uhr: Die Busfahrt zum Flughafen Frankfurt verlief problemlos und sehr zuegig - der Flug war puenktlich und angenehm - um Mitternacht gab es sogar ein richtiges "Dinner" - bis auf ein Horn haben alle den Flug gut ueberstanden, fuer dieses wird bereits Ersatz hier vor Ort durch unsere Partner und gleichzeitig dauerhafter Ersatz in Duesseldorf durch die Lufthansa geschaffen. Herzlicher Empfang am Flughafen Ben Gurion durch Kerin. Die Fahrt in zwei Bussen durch Galilea war traumhaft: Rechts der Sonnenaufgang, links die Ahnung von Mittelmeer, Akko und und und ... - Ankunft in Nes Ammim kurz nach 6 Uhr frueh, erneuter herzlicher Empfang, dieses Mal durch Shlomit, die frueh aufgestanden war, leckeres Fruehstueck mit Eiern, Oliven, verschiedenen Kaesen, Muesli, Obst, Kaffee, Saft ... und dann: Chillen, Schlafen, Ausruhen, inzwischen ist das JSO komplett am Pool (waehrend der Dirigent sich hier auf einer Tatstaur mit hebraeischen Buchstaben abmueht), 16 Uhr gibt es Obst, 18.30 h kurze Probe Beethoven, 19.30 h Dinner, frueh schlafen, morgen muessen wir um 7 raus - Haifa - erstes Konzert - morgen mehr !!!

Wir gruessen alle zu Hause: Unsere Familien, Michael Becker und das Team Tonhalle - wir wollen uns taeglich hier bei Euch melden - uns erreichen Nachrichten auch ueber das Gaestebuch !! Shalom - bis morgen - Euer JSO

Donnerstag 15. 10.  15.20 Uhr: Das Fruehstueck heute fuehlte sich noch sehr "frueh"an - irgendwie muessen wir die fehlende Nacht noch immer ein wenig nachholen. Die Generalprobe Beethoven gestern abend war auch noch nicht ganz auf unserem Niveau - aber diesem fiebern wir schon entgegen. In Haifa kamen wir staubedingt 10 Minuten vor Konzertbeginn an (... - ... ) Herzlicher Empfang duch Dan Sagiv und Hanan Avron. Wir spielten in der Re-Ut Schule vor begeistertem und auffallend diszipliniertem Publikum Beethoven ersten und vierten Satz, Paganini 1. Satz (Charlotte hat einen tiefen Eindtruck hinterlassen) und Johann Strauss "'Im Krapfenwaldl" - es gab standing ovations - und eine Zugabe (Leroy Anderen "Plink Plank Plunk") - Stadtrundfahrt, Ausflug auf stella maris, zweiter Stop beim Bahrein- Schrein - sehr leckeres ueppiges Mittagessen in einem Restaurant, Rueckfahrt nach Nes Ammim, das JSO schon wieder im Pool, die ersten unserer israelischen Partner sind bereits da - Treffen aller um 17 Uhr (zur Zeit uebrigens keine Zeitverschiebung - hier ist schon Winterzeit, die Israelis gehen auch nicht mehr in den Pool, zu kalt, nur 25 Grad Celsius) Herzlichen Dank an Michael Becker fuer die lieben Gruesse - we will do our very best ... - shalom !
 

Freitag 16. 10.  15.00 Uhr: Da waren sie schliesslich da ...unsere Freunde des Israel Kibbutz Youth Orchestras mit ihrer Managerin Shlomit Dagan und ihrem charismatischen Dirigenten Uri Chen  - der kleine Probesaal - es handelt sich um das "HOPS" (house of prayer and study) - barst aus allen Naehten. Wir spielen Beethoven mit je 20 ersten und zweiten Geigen, 8 Bratschen, 14 Celli, 6 Kontrabaessen, dazu die Blaeser und Schlagzeug zusammen 92 Musiker. Unsere israelischen Freunde sind gut !  Die Proben sind sehr anstrengend, aber sehr erfolgreich - augenblicklich sind alle wieder am Pool - die beiden Orchester haben sehr schnell zusammen gefunden, um 2 Uhr frueh musste man die deutsch-israelischen Gruppen unter Hinweis auf die Moeglichkeiten des schon beginnenden neuen Tage schliesslich doch einladen, zu Bett zu gehen - morgen abend ist unser erstes gemeinsames Konzert - bis dahin werden wir proben, proben, proben - Stimmung, Essen, Wetter ...  alles optimal - viele Gruesse nach Hause - Dank allen Gruessen auf der web-site.


Samstag 17. 10.  13.00 Uhr: Gestern probten wir am Vormittag 4 und am Nachmittag 3 Stunden - und dann kam unser erster Shabbath - ein wenig verspaetet (denn es war bereits dunkel) - um kurz vor 18 Uhr versammelten sich alle Gaeste und Mitarbeiter von Nes Ammim vor dem Speisesaal in gespannter Athmosphaere, um 18 Uhr oeffneten sich die Tueren zum festlich vorbereiteten Saal, ein Kontrabassist und ein Geiger vom Israel Kibbutz Orchestra spielten zweistimmig, der christliche (hollaendische) Pfarrer begruesste alle anwesenden Gruppen und uebergab an einen Geiger unseres Partnerorchesters, der die Zeremonie leitete, alle Gesaenge sang, Texte vortrug, nachdem die Frauen die Kerzen angezuendet hatten und alle von einem sehr suessen Wein bekommen hatten, er teilte die Brote ... alles hinterliess einen tiefen Eindruck - waehrend der Feier traf Uri ein, der den ganzen Tag ueber 12 Cellostunden gegeben hatte und darum erst die Abendprobe leiten konnte, und ein Bratscher (noch in Uniform), der zum Shabbath von seinem Militaerdienst (hier drei Jahre fuer Maenner und zwei Jahre fuer Frauen) entlassen und nun mit grossem Jubel begruesst worden war. Es sind weitere Isrealis dazu gestossen, wir sind jetzt 16 Celli und 10 Bratschen (il resto nol dico ...), der Klang der Streicher ist umwerfend, den sollten wir mal so in die Tonhalle kriegen !

Dann probte Uri noch 1 Stunde und danach fiel die Entscheidung, noch Mozarts Divertimento F-Dur KV 138 ins Programm aufzunehmen, das heute frueh geprobt wurde. Dieses und Plink Plank Plunk wird heute abend von Uri dirigiert, Paganini und Beethoven von mir, die beiden Konzertmeister wechseln ebenfalls. Jetzt ruhen alle aus und sammeln Kraefte fuer heute abend in Ma'alot (doesen, draussen chillen, Pool", bitte kein Fussball..., nicht zu viel essen, es ist ohnehin viel zu heiss).

Shabbath Shalom !

 

Sonntag 18. 10.  17.30 Uhr: Unser Konzert gestern abend wurde von Vielen von uns noch ein wenig enttäuschend empfunden. Wir kamen erst viel später als erwartet an und hatten so gut wie keine Anspielprobe, die Akustik war sehr trocken und alles andere als hilfreich. Aber "draußen" spürte man das wohl nicht, das Publikum war begeistert. Aber wir haben heute früh noch einmal 3 1/2 Stunden geprobt und uns auf eine womöglich ähnliche akustische Situation heute abend vorbereitet. Eigentlich muss es heute abend sehr gut werden. Am Ende der Probe (13.30 h) hatten wir draußen 40 Grad Celsius - und ausgerechnet ab heute keine Pool mehr ("Winter") ... -
Heute nachmittag teilten wir uns: eine deutsch-israelische Gruppe fuhr mit einem Bus nach Nahariyia (kurzer Ausflug), eine zweite deutsch-israelische Gruppe blieb hier in Nes Ammim.
Nes Ammim unterscheidet sich vom Paradies vor allem dadurch, dass wir von allen Bäumen essen dürfen - und es gibt viele und unsere Musiker essen davon: Granatäfel, Mandarinen, Limefruit, Sharonfrucht ... - Schilder weisen darauf hin, dass Regenwasser gesammelt wird (der letzte Regen fiel im April) ... Klimaanlagen laufen ständig und werden häufig auf illusorische 16 Grad Celsius eingestellt, die Mischung aus ziemlich harter Probenarbeit und Zeit zum Chillen wirkt sehr positiv auf die Gruppendynamik, längst ist aus den beiden Gruppen ein einziges Orchester geworden ... - wir ertappen uns dabei, bereits untereinander ohne Not englisch zu sprechen ... morgen mehr

liebe Grüße aus Nes Ammim   


Montag 19. 10.  21.30 Uhr: Gestern gelang uns der erhoffte Durchbruch auf dem Podium - die lange Probe am Vormittag zeigte ihre Früchte, außerdem hatten wir eine ausreichend lange Anspielprobe, die Akustik war noch immer sehr trocken, aber nicht ganz so unangenehm wie am Vorabend, Uri hat sehr klar einen sehr schönen Mozart dirigiert, Charlotte läuft mit ihrem Paganini langsam und unüberhörbar zu ganz großer Form auf und wurde entsprechend gefeiert, Beethoven war leidenschaftlich, dramatisch und groß, Plink Plank Plunk rundete geistreich ab, es war toll, das Publikum war enthusiastisch... - trauriger Abschied von Uri und von etlichen Mitgliedern des Israel Kibbutz Youth Orchestras, denn nicht alle werden in Jerusalem wieder mitspielen können. Heute war der erste Tag ohne Proben. Mit unseren Guides Roonit und Michal, die uns ab jetzt bis zum Ende unserer Reise begleiten werden, machten wir einen Tagesausflug zum See Genezareth (und einmal um ihn herum), sahen den Berg Tabor (in Verantwortung der Franziskaner) und wandelten dort auf den Spuren der Bergpredigt, tauchten unsere Füße dort in den Jordan, wo qua definitionem benedictinorum die Taufstelle Jesu sein soll, fuhren am Fuße der Golanhöhen das Ostufer ab und stellten uns vor, wie sich das wohl anfühlte, als diese Gegend nicht sicher war, nach einem leckeren Mittagessen (Restaurant, wer wollte, konnte auch den berühmten "Petrus-Fisch" essen), besuchten wir den Ort der Speisung der 5000 mit schöner byzantinischer Kapelle, badeten bei 37 Grad Celsius im See Genezareth, fühlten sein weiches warmes Wasser, und fuhren kurz vor Sonnenuntergang mit einem so genannten "Jesus-boat" ein Stückchen auf den See hinaus, ausgelassene Stimmung an Bord, mit Gesang, beat box, Rap und Tanzen, Rückkehr nach Nes Ammim, fare-well-dinner mit riesen Applaus für die Küche ...


Donnerstag, 22. Oktober: Lange kam kein Lebenszeichen von uns, tut uns leid, es geht uns allen gut, nein sehr gut, und wir sehen traurig das Ende unserer Reise unvermeidlich vor Augen.
Am Dienstag sahen wir ganz im Norden Rosh Hanikra und die beeindruckende Grenze zum Libanon, das arabische Akko und erreichten am Nachmittag Jerusalem, abends bereits Konzert - mit Musikern des Israel Kibbutz Youth Orchestra - in einem sehr schoenen Saal in einer Schule fuer Hochbegabte in Naturwissenschaften, Kunst und Musik vor kleinem aber begeistertem Publikum.
Am Mittwoch vormittags Zeit in Jerusalem, nachmittags drei Stunden Probe auf dem Oelberg, abends Konzert ebendaselbst in der leider ueberakustischen Himmelfahrtskirche, mit der das Orchester aber dank vorbildlicher Disziplin fabelhaft zurechtkam, absoluter Hoehepunkt unserer Konzerte - standing ovations fuer Orchester und Solistin, die sich noch einmal uebertroffen hat. Wieder waren unsere Freunde vom Israel Kibbutz Orchestra dabei.
Heute Ausflug Wueste Juda, Masada, Ein Gedi (Oase), Baden im Toten Meer (Wahnsinn !), frueher ruhiger Abend,
morgen noch einmal Jerusalem, Fahrt nach Jaffa / Tel Aviv, und Rueckflug nach Frankfurt, Ankunft an der Tonhalle Duesseldorf zwischen 13 und 14 Uhr (wenn alles glatt laeuft ...)

Liebe Gruesse nach Duesseldorf von Euerm Jugendsinfonieorchester der Tonhalle in Israel ... -


 

Samstag, 24. Oktober: Just landed ... -
ein traumhafter letzter Tag in Jerusalem, ein Höhepunkt -
nach dem ergreifenden Besuch in Vad Yashem: Pause - nach dem Mittagessen frei für den Nachmittag (Shopping in der Altstadt) - Treffpunkt zum Sonnenuntergang am Jaffa-Tor - Besuch der Westlichen Mauer (so genannte "Klagemauer") - Shabbath - lange dort - Fahrt in ein arabisches Dorf westlich von Jerusalem, arabisches Farewell-Dinner, weiter nach Rishon le Zion, Ausklang der Reise am Strand in warmer Luft bei bewegtem Mittelmeer bis 23 Uhr - über uns bereits die startenden Flugzeuge - weiter zum Flughafen, unbeschreibliche Ausreisezeremonie bis 3 Uhr früh - dann erst herzlicher Abschied von unseren Guides Ronit und Michal ("wir seh'n uns wieder ...") - glatter Flug - leider erheblicher Bruch bei Celli und Kontrabässen - sehr kooperative Mitarbeiter der Lufthansa - mit Bus glatt zur Tonhalle - pünktlich angekommen - glücklich und müde ... -
wir grüßen alle, die an unserer Reise Anteil nahmen in Israel, China, Schweden, Australien, Neuseeland, Frankreich, Deutschland ....

Shabbath Shalom !
 

 
Copyright 2010 Jugendsinfonieorchester der Tonhalle Düsseldorf.